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Völlig losgelöst - Architektur der 1970er- und 80er-Jahre

 

«DAM Architectural Book Award 2016» – Deutsches Architekturmuseum
«Swiss Photo Award 2015» – short list in der Kategorie Architektur
«Deutscher Fotobuchpreis 2016»– nominiert

 

Als ich vor einigen Jahren zum wiederholten Mal vor einem Haus aus dieser Bildserie stand, wurde mir klar, dass ich mich mit dieser Architektur auseinandersetzten wollte. Schön konnte ich das Haus aus den 80er-Jahren nicht nennen, aber es hatte eine Präsenz wie ich sie zuvor in meiner Umgebung noch nicht wahrgenommen hatte. Es hatte etwas Widerstrebendes, Übertriebenes, aber auch Wagemutiges an sich. Es war auf eine sonderbare Weise alt geworden und seiner heutigen Umgebung fremd. Und ich verstand es nicht. Nicht nur weil ich zu wenig über diese Architekturperiode wusste, sondern weil ich seinen Charakter nicht nachvollziehen konnte. Strasse um Strasse durchsuchte ich daraufhin während mehrerer Jahre meine Umgebung im Nordwesten der Schweiz, im Elsass und Südbaden nach Gebäuden dieser Zeit, welche eine ähnlich faszinierend widersprüchliche Wirkung auf mich ausübten. Mir selbst als einem Kind der 70er-Jahre erscheinen die beiden Jahrzehnte in meiner Erinnerung überschattet von schwer fassbaren Bedrohungen wie dem Kaltem Krieg, dem Waldsterben oder AIDS. Zeitgleich erinnere ich mich aber auch an schrille Kleider, orange Hauselemente, üppig und verspielt gestaltet. Das Fotografieren der Gebäude gab mir nun die Möglichkeit oft Gesehenes noch einmal neu – und losgelöst – zu betrachten, bevor die meisten dieser Häuser in den kommenden Jahren bereits wieder aus unseren Strassen verschwinden werden.

 

 

B U C H P U B L I K A T I O N

«Völlig losgelöst Architektur der 1970er- und 1980er-Jahre in der Nordwestschweiz und den grenznahen Regionen»

Christian Flierl (Hrsg.), Ulrike Jehle-Schulte Strathaus, Roger Ehret, gestaltet von Andreas Hidber, accent graphe, Parkbooks, 2014

 

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“Der Basler Fotograf Christian Flierl ruft nun diese Bauten, die man aus Selbstschutz aus dem Stadt- oder Regiobild mehr oder weniger ausgeblendet hat, mit grossformatigen Bildern wieder in Erinnerung. Und beim Bättern in seinem Fotoband «Völlig losgelöst. Architektur der 1970er- und 1980er-Jahre in der Nordwestschweiz und den grenznahen Regionen» offenbart sich das Paradoxum, dass grosse Scheusslichkeiten durchaus ihren Reiz haben können.(…) Das prächtig aufgemachte Buch ist aber mehr als ein Sammelband mit reizvollen Scheusslichkeiten. Es ist zugleich ein subjektives Zeitdokument für eine Architekturepoche, die bislang eher stiefmütterlich rezipiert wurde.”

Dominique Spirgi, Tageswoche

 

“Christian Flierl fotografiert in einer sehr unaufgeregten Bildsprache und bewusst entsättigten Farben Gebäude, die von uns kaum noch wahrgenommen werden. Diese Farbigkeit entspricht den verblichenen Gebäuden selbst und meist auch unserer Wahrnehmung von ihnen. Auch die Bildausschnitte sind leicht aus dem Fokus, und die scheinbare Beiläufigkeit der Fotografie scheint stimmig. Diese Architektur findet heute keinen Platz mehr in Publikationen, ihre Wertschätzung ist augenblicklich gering und die Wahrscheinlichkeit, dass sie bald von anderen Gebäuden ersetzt werden, ist groß.(…) In jedem Fall hilft das Buch Gebäude dieses Stils ästhetisch anzunehmen und ein mögliches Verschwinden derselben (auch außerhalb der Nordwestschweiz) zu bedauern. Das Buch hat es aufgrund seiner inhaltlichen, thematischen und stilistischen Stringenz verdient, immer wieder neu angesehen und entdeckt zu werden.”

Jurybegründung des «DAM Architectural Book Award 2016»

 

“Dem Fotografen Christian Flierl ist etwas Großartiges gelungen: In technisch und bildkompositorisch herausragenden Aufnahmen nähert er sich dem Phänomen einer Architekturepoche, für die es noch keine baugeschichtliche Kanonisierung gibt, die aber den Alltag in unseren Städten in eigenartiger Weise prägt.(…) Essays von Autoren, die Zeitzeugen der Entstehungszeit sind, ergänzen diesen exzellenten Blick auf die 1970er und 80er Jahre.”

Ursula Baus, Bauauslese 04

 

“Die Publikation eröffnet eine frische und neugierige Sicht auf die gealterten Diven von einst, die schon ein bisschen verquer in der Landschaft stehen…”

Francoise Krattiger, Patrimonie

 

“Die Architektur Historikerin Ulrike Jehlke weist auch darauf hin, dass Christian Flierls Fotografien an Passfotos erinnern, die den Menschen nicht in seiner Gesamtheit fassen sondern sich ausschliesslich auf sein Gesicht vor möglichst neutralem Hintergrund beschränken. Dass die Bilder fast zu Tränen rühren können, weist darauf hin, dass das „Porträt-Format“ der richtige Weg war, sich diesen oft banal gescholtenen Zeugen der jüngeren Geschichte anzunähern”

Manuel Pestalozzi, Bau-Auslese

 

P R E S S E S P I E G E L