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Soweto : Revisited

 

Seinen Ursprung hatte Soweto zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Siedlung einer Minengesellschaft für deren schwarze Minenarbeiter. In den 1960er Jahren wurden verschiedene Townships unter dem Namen Soweto zusammengefasst. Es waren Siedlungen entstanden, die aus hunderttausenden rudimentären und standardisierten Steinhäusern mit Wellblechdächern bestanden. Jedes Grundstück hatte annähernd dieselben Ausmasse. Die Bewohnerschaft nennt die ursprünglichen Häuser vielsagend matchbox houses.

 

ursprüngliche

ursprüngliche "Matchbox"-Häuser in Soweto

 

 

Nach dem Ende des Apartheidregimes anfangs der 1990er Jahre gingen die Häuser in den Besitz der Bewohnerschaft über. Diese nutzte den neuen Handlungsspielraum aus, um die Grundstücke und Häuser umzugestalten, entsprechend der finanziellen Möglichkeiten, ethnischer und kultureller Identität sowie gemäss des individuellen Geschmacks. Einzig die sich gegenseitig angrenzenden Grundstückparzellen waren und sind nicht vergrösserbar. Es gibt allerdings auch Gegenden in Soweto, wo mit dem Ende der Apartheid neue Grundstücksparzellen bebaut werden konnten. Auf diesen wurden die Häuser architektonisch freier gestaltet.

 

“Christian Flierl hat für sein Projekt ‹Soweto: revisited›, 2009, einerseits Bewohner des Townships interviewt, die als Mitglieder eines erstarkenden Mittelstands ein unternehmerisches Selbstbewusstsein entwickelt haben. Andererseits zeigt er deren zwar sehr kleine – die Grundstücke in Soweto waren normiert – aber extravagant ausgebauten Häuser im Stil der kühlen Frontalansicht von Ed Ruschas berühmter ‹Sunset Strip›-Serie.”

Daniel Morgenthaler, Kunstbulletin, 3/2011

 

 

I N T E R V I E W S

 

Fünf Bewohner der fotografierten Häuser wurden portraitiert und erzählen in einem Video von ihrem Leben nach der Apartheid und der Entstehung ihres Hauses.

 

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“Diese Hausbesitzer hat er interviewt und fotografiert – entstanden sind hoffnungsvolle Dokumente, die zeigen, dass sich in dieser von Rassismus geprägten Gesellschaft trotz allem etwas verändert hat…”

Helen Lagger, Berner Zeitung

 

 

5 Videointerviews mit Bewohnern/innen der Häuser, Loop 32′

 

 

A U S S T E L L U N G E N

 

“Auch in seinen scharfen, gerade-zu klinisch klaren Fotografien von Häusern in Soweto zeigt Flierl überraschende Ansichten von Häusern, deren Architektur von Wohlstand zeugt. Zwar sind die Parzellen – ein Erbe des Apartheid-Regimes – eng bemes-sen, aber es lässt sich offenbar gut wohnen, bei aller Kriminali-tät, die nicht verschwiegen wird.”

Konrad Tobler, Basler Zeitung

 

 

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Urban Realities in South Africa, Photoforum Pasquart, Biel, 2011

 

“Aber die Fotoserie von ChristianFlierl macht klar: Soweto, wo derWiderstand gegen die Apartheid1976 mit einem furchtbar niedergeschlagenen Schüleraufstand Symbolkraft erlangte, ist anders,als man denkt:Da gibt es nicht nur Slums, da formuliert auch ein Mittelstand seine Träume.”

Peter P. Schneider, Bieler Tagblatt

 

 

 

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Soweto:revisited, Kunstraum Sylt Quelle, Sylt, 2010

 

P R E S S E S P I E G E L